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Versicherungsschutz bei einem Terroranschlag

Terroranschläge und -warnungen verunsichern die Bevölkerung immer mehr. Welchen Schutz Versicherungskunden im Falle des Falles durch private Versicherungspolicen haben.

23.11.2015 (verpd) Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) erklärte, inwieweit Schäden durch Terroranschläge im Bereich der privaten Sach-, Unfall- und Lebensversicherungen abgesichert sind.

Der Terroranschlag in Paris und die Terrorwarnung in Hannover zeigen in erschreckender Weise, dass der Terrorismus auch nicht vor Europa haltmacht.

Doch was, wenn man selbst davon betroffen wird? Inwieweit sind Schäden, die man bei einem Terroranschlag, wie er sich in Paris ereignete, erleidet, durch bestehende Versicherungspolicen abgedeckt?

Schutz durch private Versicherungspolicen

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) erklärt diesbezüglich: „Für die private Unfallversicherung gilt grundsätzlich, dass das Risiko, Opfer einer Geiselnahme, einer Explosion oder eines Schusswechsels zu werden und dabei einen bleibenden Schaden zu erleiden, versichert ist.“ Auch die Lebensversicherungen bieten bei einem Terrorakt, wie er sich in Paris vor Kurzem ereignet hat, nach Angaben des GDV Versicherungsschutz.

In den privaten Sachversicherungen wie in der Wohngebäude- oder Hausratversicherung sind Terrorschäden bis maximal 25 Millionen Euro Versicherungssumme mitversichert, wenn eine versicherte Gefahr, wie beispielsweise eine Explosion, den Schaden verursacht hat. Allerdings wird maximal die in der Police vereinbarte Versicherungssumme ausbezahlt. Dies gilt im Übrigen auch für Sachversicherungen für kleinere und mittlere Betriebe, sofern in den Versicherungs-Bedingungen, die der jeweiligen Firmenversicherung zugrunde liegen, Terrorakte nicht explizit ausgeschlossen sind.

Der GDV erklärt zudem, was gilt, wenn ein Schaden durch einen Polizeieinsatz, zum Beispiel während eines Terrorakts, verursacht wurde: „Bei einem Polizeieinsatz handelt es sich um einen staatlichen Eingriff (hoheitliche Tätigkeit). Infolge dessen sind mögliche Schadenersatzansprüche über die Amtshaftung geregelt.“ Detaillierte Informationen geben für diesen Fall die Polizeibehörden der Länder.