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Immer mehr Bürger setzen auf eine Riester-Rente

ie Zahl der staatlich geförderten Altersvorsorge in Form von Riester-Verträgen ist in 2014 weiter gestiegen. Besonders eine Variante ist beliebt.

13.4.2015 (verpd) Wie in der Vergangenheit ist nach den aktuellen Angaben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) letztes Jahr der Bestand an Riester-Verträgen weiter angestiegen. Während es 2013 noch rund 15,88 Millionen Verträge waren, sind es Ende 2014 insgesamt bereits 16,18 Millionen Policen gewesen. Die Versicherungsvariante ist beim Riester-Sparen besonders beliebt.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gab vor Kurzem bekannt, dass alleine letztes Jahr 292.000 neue Riester-Verträge abgeschlossen wurden. Damit belief sich Ende 2014 der Gesamtbestand auf fast 16,18 Millionen Verträge. Dies ist ein Anstieg zu 2013 um 1,8 Prozent.

Die meisten Riester-Sparer setzen auf die Versicherungsvariante

Insgesamt gesehen hat die überwiegende Mehrheit der bisherigen Riester-Sparer nach den vorliegenden Zahlen der BMAS eine Riester-Rentenversicherung abgeschlossen. Von den bestehenden 16,18 Millionen Riester-Verträgen entfallen rund 10,92 Millionen Policen auf diese Riester-Variante. Das sind rund 67 Prozent aller bestehenden Riester-Verträge.

Mit insgesamt fast 3,07 Millionen Verträgen liegen die Riester-Fondssparpläne an zweiter Stelle. Das entspricht einem Anteil von knapp 19 Prozent aller Riester-Verträge.

Dahinter folgt die Wohn-Riester-Variante mit circa 1,38 Millionen Verträgen. Das sind rund 8,5 Prozent aller Vertragsarten. An vierter Stelle stehen Banksparverträge mit einem Anteil von fünf Prozent beziehungsweise 814.000 Verträgen.

So funktioniert das Riestern

Wer als mittelbar oder unmittelbar Förderberechtiger einen Riester-Rentenvertrag abschließt, wird bei dieser Form der Altersvorsorge staatlich unterstützt. Unmittelbar zulagenberechtigt sind unter anderem in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversicherte Arbeitnehmer, rentenversicherungs-pflichtige Selbstständige wie Künstler oder freiberufliche Hebammen, aber auch Beamte. Mittelbar zulagenberechtigt und damit ebenfalls einen Anspruch auf die staatliche Förderung hat der Ehegatte eines Förderberechtigten, und zwar unabhängig von seiner beruflichen Tätigkeit.

Voraussetzung ist jedoch, dass er mindestens 60 Euro pro Kalenderjahr in den Vertrag einzahlt. Je Riester-Vertrag gibt es jährlich eine sogenannte Grundzulage von 154 Euro. Für jedes Kind, für das der Förderberechtigte oder sein Ehegatte Kindergeld bekommt, werden noch einmal 185 Euro pro Jahr dem Vertrag gutgeschrieben. Für Kinder, die ab dem 1. Januar 2008 geboren wurden, gibt es sogar 300 Euro. Bis zu 2.100 Euro der eingezahlten Prämien können jährlich steuerlich abgesetzt werden.

Die volle Förderung gibt es, wenn der Sparer mindestens vier Prozent des Vorjahres-Bruttoeinkommens in den Vertrag einzahlt. Als kleinstmöglicher Eigenbeitrag ist eine Untergrenze von 60 Euro im Jahr beziehungsweise fünf Euro im Monat festgelegt. Der Zulagenantrag muss im Gegensatz zu früheren Regelungen nur noch einmal gestellt werden. Bei Fragen zur staatlichen Förderung und der Auswahl des für den individuellen Bedarf passenden Riester-Vertrages hilft ein Versicherungsfachmann weiter.